MRT-Kontrolle heute- Er ist weg!!

MRT-Kontrolle heute- Er ist weg!!

15. Oktober 2018 14 Von susanne

07.45 Uhr

Meine neue Beschäftigung: Mit der S-Bahn nach Warnemünde fahren an den Strand. Hugo hat mir eine Monatskarte geschenkt. Vielleicht schaffe ich es auch noch mal zum Sonnenaufgang. Heute ist es eine halbe Stunde zu spät.

Ich fahre heute mit der Fähre rüber nach Höhe Düne und laufe zur Ostmole. Keiner da… nur ein Angler ganz vorne. Ich mache mein Qigong auf dem Platz, als wir im September dem Boot hier waren. Schöne Erinnerung. Blauer Himmel, Sonne wärmt noch ein bisschen. Bei den Übungen muss ich immer, wenn ich dabei ungeduldig werde, an den Satz meiner Kinder denken: Mama, Du hast nichts weiter zu tun, als Krebszellen zu vernichten. Dann lasse ich mir wieder Zeit.
Bewegung ist wirklich dass, was mir so gut tut. Danach laufe ich noch bis ganz vorn zum Leuchtturm,  bevor ich mich auf den Rückweg zur  Fähre mache. Den Alten Strom entlang zum anderen Leuchtturm und inzwischen ist es 10 Uhr geworden. Kaffee und Frühstück unterm Leuchtturm. Natürlich darf der Strandspaziergang nicht fehlen.  Danach habe ich wieder die Taschen voller Steine.  Ich mache mich langsam auf den Rückweg. Natürlich nicht ohne ein klitzekleines Shopping am Alten Strom.😁

Nachher ist ja noch die MRT-Kontrolle.
Ich habe ein gutes Gefühl zu meinem Enddarm.
Er fühlt sich locker und frei an. Mal sehen, ob das Bild dies bestätigt.

16.00 Uhr

Während der ganzen Untersuchung gehe ich den Spaziergang von heute morgen noch mal ab. Und entspanne mich.
Der Doktor bespricht danach mit mir den Befund. Er ist weg!
Er kann keinen Tumor mehr finden! Jippie!!!

 

Es ist schon ein kleines oder großes Wunder (Ich hab so meine Probleme mit Bewertungen), weil die Prozentzahlen (laut Studien) für eine komplette Remission (vollständige Rückbildung) bei der „einfachen“ Radiochemotherapie gar nicht so hoch sind.

Jeder meiner behandelnden Ärzte und Therapeuten kann sich jetzt auf die Schulter klopfen 🙂 , weil: Was hat denn jetzt geholfen und geheilt?

-Radiochemotheapie
-Ernährungsumstellung, Öl-Eiweißkost, glutenfrei
-Bewegung an der frischen Ostseeluft und meine Steine in Kühlungsborn
-Entspannung im HIER und JETZT
-das regelmäßige Qigong (Jinjinggong)
-die chinesischen Kräuter, die ich von Anfang an nehme
-Mikroimmuntherapie
-Vitamine und Spurenelemente
Curcumin-Infusionen und Zäpfchen
-Entsäuerung, Procain-Basen-Infusionen
-Hochdosis-Vitamin-C-Infusionen
-die Massagen bei Hugo
-Hugo selbst
-die beherdeten und entfernten „Darm“-Zähne
-die „unblutige“ Chirugie
-die guten Wünsche all derer, die mich begleiten
Steffen und Maywa, die gerade heute zu Besuch bei uns sind
-ich habe bestimmt was vergessen

Oder war es meine Bereitwilligkeit zu heilen? Oder hat das LEBEN den Eindruck, alle die, die es nutzen sollten, haben es gut genutzt? Es ist so komplex und gleichzeitig so einfach.

Es ist ein Geschenk  und Segen für alle Beteiligten! Danke, LEBEN, für Dein gütiges Umgehen mit mir.

Der Weg ist jetzt nicht zu Ende. Jetzt geht es daran, das Immunsystem und den Darm wieder aufzubauen und Faktoren auszuschließen und zu beseitigen, die ein Wiederauftreten begünstigen könnten. Ende November folgt ein komplettes Staging und dann die erst mal „endgültige“ Entscheidung, ob noch eine Operation nötig ist. Wenn der Befund so bleibt, dann geht wohl mein Wunsch, die OP zu umgehen, erst mal in Erfüllung. Danke, danke, danke….allen Beteiligten!

PS: Meine Mutter ist mal wieder am gleichen Tag in der Klinik und hat morgen ihre Kontrollen.