Krebs-Mandala

Dieser Blog ist meinem LEBEN gewidmet, all dem universellen LEBENdigen in mir. Ich danke dem heilenden, heiligen Geist für seine Führung und Begleitung, egal auf welcher Seite des Schreibtisches ich gesessen habe.

Ja, nun habe ich von einem auf den anderen Tag die Seiten gewechselt und es hat sich nicht so viel für mich geändert. Vom Ärztin zur Patientin. Ganzheitlichkeit und ganzheitliche Heilung betrifft immer beide Seiten, beide Aspekte, die in diesem Prozess miteinander verbunden sind. Und ich fühle eine tiefe Verbundenheit mit all meinen PatientInnen, die jetzt zu meinen HeilerInnen geworden sind. Ich habe das Gefühl, all das Gelernte wird noch einmal überprüft, um es dann noch tiefer zu integrieren. So ist die Krankheit, der Krebs auch ein Geschenk. Nicht, dass ich ihn kultivieren und züchten möchte, jedoch zur Zeit ist er ja (vielleicht noch) da und eine Lektion heißt immer noch „Annehmen, was ist.“

Vieles in unserem Gesundheitssystem sehe ich nun mit noch mehr kritischeren Augen, bin sehr vorsichtig mit meinen Aussagen zu Krankheiten und Patienten. Zu sehr arbeiten wir in Schemata, Leitlinien und festen Strukturen. Ja, sie sollen das Arbeiten, Abläufe und Entscheidungen erleichtern, Informationen bereitstellen. Wenn allerdings diese Strukturen die PatientInnen außen vor lassen und gar übersehen, ist es gefährlich und unmenschlich. Sehr achtsam reflektiere ich Begegnungen mit Ärzten, Schwestern, Krankenkassen und all denen, die mit mir nun als Patientin zu tun haben. Und ich erlebe Erfreuliches, Menschliches, Hilfsbereites und auch Ignoranz, Unflexibilität, Unverständnis und Angst. Dies ist wohl das größte Hemmnis in der Weiterentwicklung unserer Medizin und unsers Verständnisses darüber.

Ich bin in der bevorzugten Lage, in meinem früheren Leben, Ärztin gewesen zu sein. Ich kann vielleicht einmal mehr nachfragen, recherchieren und bekomme vielleicht die eine oder andere Information mehr, um Entscheidungen zu treffen. Jedoch ist ganz klar meine Erfahrung, die letztendliche Entscheidung trifft nicht der Kopf mit all den Informationen, sondern (ich nehme mal hier das Wort, was ich sonst nicht so viel nutze) der Bauch. Das meint, auch meine Entscheidungen für und gegen Therapien haben in erster Linie mit dem Menschen (ArztIN) mir gegenüber zu tun, dem Vertrauen in ihn, ob mir eine Therapie „gefällt“ oder nicht und ob sie in meinen Alltag hineinpasst. Und das wiederum hat ganz grundsätzlich mit meinem Verständnis vom LEBEN zu tun.

Das ist eine der wichtigsten Lektionen überhaupt: „Heilung beginnt schon VOR der Krankheit.“ Es ist entscheidend, wie wir in eine Krankheit hineingehen. Dem Leben vertrauend oder geängstigt vom Leben. Und so schließt sich schon mal der Kreis zum Beginn dieses Abschnittes. Es ist gut und hilfreich, die eigene Heilerin, den heilenden Geist in uns, die Selbstheilungskräfte oder ganz einfach das LEBEN in uns zu kennen und zu lernen, ihnen zu vertrauen. Das geht am besten, wenn nicht gerade die größte Krise, Krankheit oder Katastrophe an uns zehrt. Nutze jeden glücklichen Tag, sei dankbar für jedes Geschenk des Lebens und vor allem, sei gütig mit Dir.

Heilen, bevor man krank wird.