HELE ist wieder da

HELE ist wieder da

30. April 2024 5 Von susanne

Erinnert Ihr Euch an HELE? Ja, Hele ist wieder da, bzw. Hele WAR wieder da.
Denn, wenn Helchen da ist, kann ich gar nicht schreiben. Wenn Helchen da ist, wird nur gejammert.
Hele ist mein Spitzname (aus der Krankenhauszeit) und bedeutet „Häufchen Elend“.

Hele hatte mir in den letzten Wochen immer wieder einen Besuch abgestattet. Der Dauerregen (Regenzeit!) und der graue Himmel dann haben ihr übriges dazu beigetragen. Hele jammert, klagt an, fragt warum und hat auch Angst. Und vorallem ganz schlechte Laune. Sie kann schlecht schlafen, grübelt nachts und ist unglaublich schlapp. Hele kämpft ums Überleben und hat den Sinn des Lebens verloren.

Und nun, langsam, langsam krabbel ich aus diesem Tief wieder heraus. Eine Situation, die wohl mein Krisen-Tiefpunkt war, hat mir letztlich geholfen, eine Entscheidung zu treffen. Irgendwie war die Hele-Zeit dieses Mal auch anders, existenzieller, dichter am Aufgeben und damit dichter am Sterben. Ich hatte all meine eigenen „Lehrsätze“ vergessen….

Meine Entscheidung

Ich habe mich wieder FÜR das LEBEN und für gute Laune entschieden. Hele wird in den Arm genommen und darf überall mitkommen. Denn es ist ganz einfach:

Leben, Lebendigkeit, gute Laune, Lächeln, Liebe sind die stärksten Heilmittel. Und diese geballte Ladung an Heilkraft kann ich in meiner jetzigen Situation wirklich gut gebrauchen. Und wenn ich eben doch auch sterben sollte (irgendwann wird es soweit sein), ist es viel schöner, diese Zeit, die mir noch bleibt, mit guter Laune und einem Lächeln zu verbringen. Dies gilt eigentlich für jeden, oder? 🙂

Das heißt nicht, dass jetzt ALLES GUT ist, jedoch ist alles richtig. Richtig, im Sinne von „Es ist okay.“
Ich kann es wieder akzeptieren, ohne in depressive Stimmung zu verfallen. Es ist alles noch da: Schwäche, Atemnot, blutiger Auswurf, Schlafstörungen, Bauchschmerzen und die kleinen Wehwechen. Aber ich lass mir nicht mehr das LEBEN und die Laune verderben.

Was sind meine zusätzlichen Heilmittel?

Am wichtigsten ist mir im Moment der morgendliche Spaziergang (20-30 Minuten) mit den Hunden. Manchmal quäle ich mich wirklich und es ist mega anstrengend, aber heute war es mal wieder viel leichter.

Vom Spaziergang bringe ich mir eine Handvoll Neem-Blätter mit, um damit zu inhalieren. Auf unserem Grundstück wachsen eine Vielzahl dieser großartigen Bäumen, die auch den Namen haben „Baum der vierzig Krankheiten“ (Mwarubaini).
Zum Jahreswechsel bringt der Baum seine Samen hervor, aus denen wir schon das wirksame Neemöl gepresst haben. Dieses findet aber hauptsächlich im Garten als Insektizid seinen Einsatz.
Hier ist noch ein ausführlicher Artikel zur Geschichte des Neem-Baumes.

Der nächste Spaziergang geht nach dem Frühstück nur hinters Haus, wo unsere Moringa-Bäume wachsen. Sie sind auch  bekannt als Wunderbaum oder Meerrettichbaum. Moringa oleifera ist ein Baum mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Und ich habe das Glück, mich nicht mit dem Pulver begnügen  zu müssen, sondern habe die frischen Blätter gleich zur Hand und dann in den Mund. Sie sind auch im Salat oder Smoothie sehr schmackhaft, eben ein bisschen scharf wie Meerrettich.

Leider hab ich es immer noch nicht geschafft, mein Qigong so regelmäßig wie damals in Kühlungsborn  zu praktizieren. Dafür habe ich etwas Neues (auf Anregung einer Kollegin) für mich entdeckt: Die Buteyko-Atmung. Ich kann jetzt zwar noch nicht viel dazu sagen, aber es fühlt sich gut und richtig an. Weil ich merke, die Atemnot hat auch viel mit Verspannung und Anspannung zu tun. Verständlich, denn nicht richitg atmen können, ist die größte Herausforderung für Entspannung. Und zumindest diesen Anteil kann ich damit beeinflussen.

Weiterhin nehme ich dann noch Q10, ab und zu (auch in Afrika :-)) Vitamin D, Lungenkraut, Soledum zum Lösen und ist auch entzündungshemmend. Und einiges andere eher unregelmäßig, aber nach Bauchgefühl. 🙂
Jetzt höre ich schon einige Kollegen schimpfen, wie man eine Therapie nach Bauchgefühl gestalten kann. Aber genau das ist für mich im Moment und hier am verlässlichsten. Das mag nicht für jeden stimmen und ich würde es auch nicht jedem empfehlen. Trotzdem hört neben der Stimme des Arztes, der Dich behandelt, auch auf die Stimme Deines inneren Arztes.

„Der Arzt verbindet nur deine Wunden.
Dein innerer Arzt aber wird dich gesunden.
Bitte ihn darum, sooft du kannst.“―Paracelsus
 
Ich bin sehr froh über diesen aktuellen Blogartikel. Ich kann Hele zunächst wieder gehen lassen und habe meine Ausrichtung wiedergefunden. Alles geschieht zum Wohle aller Beteiligten. Und danke, dass Ihr da seid, den Beitrag lest, vielleicht ein wenig lächelt dabei, gute Gedanken schickt und selbst ein klein wenig  heilt, so wie ich gerade heute.
 
Bis gleich 🙂