Beginn Radiochemotherapie (11.07.18)

Beginn Radiochemotherapie (11.07.18)

28. September 2018 0 Von susanne

Heute soll es nun losgehen mit der Therapie der „Profis”.
Seltsam doch, dass wir selbst es auch so werten, als würde es heute erst beginnen.
Was ja Quatsch ist, denn die Therapie hat in dem Moment begonnen,  als ich die Diagnose bekam.

Bevor wir in die Strahlenklinik fahren, schauen wir noch bei Dr. L. rein. Er ist der einzige in Rostock, der Hyperthermie anbietet. In seinem Sprechzimmer ist ein totales Chaos, Papiere über Papiere auf dem Schreibtisch.  Er selbst dagegen ganz freundlich, ruhig, kompetent und sortiert.  Ich hatte selbst ja so meine Bedenken,  die aber vom ersten Augenblick verflogen sind. Wir unterhalten uns über die verschiedenen Therapieoptionen,  er gibt mir noch gute Ergänzungen und Hinweise, schaut auf meinen Befund und meint, dass mein Immunsystem doch gar nicht so schlecht aussieht. Es ist schon erstaunlich, was solche Aussagen doch mit einem als Patient machen. Ich bin innerlich glatt größer und stärker geworden. Als Patient WOLLEN wir diese Worte hören. 🙂

Letztlich haben wir noch 3 Hyperthermie-Termine für nächste Woche gemacht und dann ging’s weiter ins Klinikum, Strahlentherapie.  Wir saßen in Wartezimmer 2 und meine  Eltern zur gleichen Zeit in Wartezimmer 3 für ein Gespräch, wie es bei meiner Mutter weitergehen soll.

Dann kam ich in den Bestrahlungsraum, den ich 6 Monate vorher mit schon angeschaut hatte, als meine Mutter dort zur Bestrahlung war. Hatte mir alles erklären lassen. Nun bin ich schon vorbereitet,  weniger Stress…
Heute dauerte es mit Einstellung und neuer Beklebung fast eine halbe Stunde. Von der Bestrahlung selbst war nichts zu merken,  außer vielleicht ein bisschen Strahlungswärme.

Fertig! Und das jetzt weitere 27 Tage lang jeweils 10-20 Minuten.

Zuhause angekommen sind auch meine Chemotherapie-Tabletten (Capecitabin) da. Nachdem Essen also auch damit dann Premiere. Sie bekommen den wundervollen Namen ROSATINOs, weil sie passend in meiner Sommer-Lieblingsfarbe sind. Meine Aufgabe wird es sein, sie mit der gleichen Einfachheit, Gelassenheit und positiven Einstellung wie all meine anderen „Unterstützer” zu nehmen.